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Angelas Blog

Soll aus der Ukraine ein zweites Afghanistan werden?

Soll aus der Ukraine ein zweites Afghanistan werden?

Soll aus der Ukraine ein zweites Afghanistan werden? Wem dient dieser Krieg? Wo soll er hinführen? Warum machen wir mit?

"Wir haben eine militärisch operative Patt-Situation, die wir aber militärisch nicht lösen können. Das ist übrigens auch die Meinung des amerikanischen Generalstabschefs Mark Milley. Er hat gesagt, dass ein militärischer Sieg der Ukraine nicht zu erwarten sei und dass Verhandlungen der einzig mögliche Weg seien. Alles andere bedeutet den sinnlosen Verschleiss von Menschenleben." Das sagt der militärpolitische Berater von Kanzlerin Angela Merkel (2006-20013) und Ex-Brigade-General Erich Vad. (Quellen unten).

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte am 25. April 22, die USA wollten Russland schwächen, damit es keine weitere Invasion durchführen könne. “Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird, dass es die Dinge, die es beim Einmarsch in die Ukraine getan hat, nicht mehr tun kann.”

Wenn ein Krieg mit militärischen Mitteln gar nicht zu gewinnen ist, worum geht es dann dabei? Ich fühle mich an das Afghanistan der 80er Jahre erinnert.

Sahra Wagenknecht fasst die Gefährlichkeit unserer gegenwärtigen Regierungspolitik zwischen Phrasendreschen und der Lieferung von Panzern wie folgt zusammen:

“‘Krieg beenden – Panzer senden’ dichteten vor kurzem die Jungen Liberalen. (…) In einer Welt des orwellschen Neusprech in der Krieg plötzlich Frieden heißt, mag das alles ja funktionieren. Aber in der realen Welt, da fragt man sich doch nur noch: Sind die alle komplett durchgeknallt? Interessant ist auch, dass die vor einiger Zeit immerhin noch diskutierte Frage, ob die Ukraine mit dem schweren Kriegsgerät überhaupt etwas anfangen kann, heute so gar keine Rolle mehr spielt. Leute zumindest, die von Militärfragen etwas mehr verstehen, als unser kriegsbegeistertes grünes Politpersonal, die verweisen regelmäßig auf lange Ausbildungszeiten. Für die Kommandanten von Schützenpanzern etwa soll eine solide Ausbildung von weniger als sechs Monaten überhaupt nicht machbar und verantwortbar sein. Für Offiziere, die Schützenpanzer und Kampfpanzer einsetzen sollen, dauert eine verantwortungsvolle Ausbildung demnach sogar deutlich länger als ein Jahr. ‘Ja klar, wir kümmern uns ja um die Ausbildung’, heißt es da. Aber genau das bedeutet eben: Wir werden immer mehr zur Kriegspartei. Nicht nur völkerrechtlich, auch faktisch. Zumal es eben auch heißt: Kurzfristig sind die modernen Leopardpanzer für die Ukraine nur einsetzbar, wenn wir eine deutsche Besatzung mitschicken. Aber vielleicht ist genau das, was einige wollen?”
(4:20)

Quellen:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/ex-brigade-general-erich-vad-fragt-was-sind-die-kriegsziele/
https://www.washingtonpost.com/world/2022/04/25/russia-weakened-lloyd-austin-ukraine-visit/

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