"Bitte die 'Gewaltspirale' vermeiden" mahnt die ARD - leider nicht in Bezug auf Krieg, sondern auf den Begriff und seine Bedeutung an sich: Ein 44 Seiten langes internes Papier zur Berichterstattung über den Nahostkonflikt ging von oben an die Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Auf Seite 4 heißt es dort:
"Die Floskel sagt wenig aus und geht in der Regel an den Realitäten vorbei. Im aktuellen Fall hat die Hamas Israel überraschend angegriffen – wir sollten daher auch vom „Hamas-Angriff auf Israel“ oder vom „Angriff auf Israel“ sprechen und schreiben".
Wo aber das Wort "Gewaltspirale" vermieden werden soll, dürfen auch die Folgen von Krieg und Waffenlieferungen nicht mehr benannt werden. Eine solche von oben verordnete Sprachregelung hat nichts mit Journalismus zu tun. Lasst uns umso achtsamer beobachten, welche Begriffe bewusst und wiederholt eingesetzt werden, um uns in Kriege zu verwickeln!
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