Teil 2 meiner Abhandlung "Der Schein trügt", erschien auf manova.news:
"Zunächst einmal bin ich sicher, dass wir sehr viel allein dadurch gewinnen, dass wir bewusst mit allen Einflüssen auf uns umgehen — mit dem Medienkonsum und auch mit allen Gesprächen, die wir führen. Was wir hören und sagen, hinterlässt Spuren in unserem Denken und Fühlen, und nicht immer ist uns das Ausmaß bewusst.
Zum anderen stellt sich natürlich die Frage, wie es zu einem so gewaltigen Machtzuwachs einiger weniger Profiteure überhaupt kommen konnte. Das können wir meines Erachtens für die Zukunft ändern, indem wir die Verknüpfung von Geld und Ansehen lösen. Da immer mehr Berufe nicht vom Endkunden, sondern durch Fonds und Fördertöpfe finanziert werden, beispielsweise in Kultur, Medien und Wissenschaft, bedeutet ein hohes Einkommen nicht mehr unbedingt zugleich auch eine große Leistung für die Gesellschaft. Ein geringes oder kein Einkommen weist umgekehrt nicht auf eine unwichtige oder wertlose Tätigkeit hin.
Diese Verknüpfung sollten wir, müssen wir gesellschaftlich gesehen vielleicht sogar auflösen, um die Dinge wirklich zu ändern. Kreative Menschen, die eigentlich diese Welt zu einem friedlicheren und gesünderen Ort machen wollen, könnten sonst indirekt in jene Tätigkeiten gedrängt werden, welche mit der hier beschriebenen Manipulation verbunden sind. In diesem Sinne ist meine Untersuchung auch ein Aufruf, unsere Werte neu zu überdenken."